May
21
Landärzte gesucht
Filed Under Americanos, Only in America | Leave a Comment
Was viele Europäer angesichts der Tornadobilder aus Oklahoma übersehen: Die USA sind eine sehr große, gerade im Landesinneren dünn besiedelte Nation. Da kostet es schlicht und einfach zuviel, alle Strom und Telefonkabel unterirdisch zu verlegen. Doch das ist nicht das einzige Problem, wenn man nicht in großen Städten wohnt. 2020, in gerade mal sieben Jahren, wird die Zahl der benötigten, aber nicht vorhandenen Hausärzte auf etwa 45.000 steigen.
Noch düsterer sieht es in den besagten ländlichen Gebieten aus: Hier wohnen rund 20 Prozent aller US-Amerikaner, doch nur neun Prozent aller Ärzte. Der Grund: mehr Arbeit, weniger Gehalt, dazu gehen viele Ärzte in den nächsten Jahren in den Ruhestand. Diese Zahlen und die Erlebnisse eines Landarztes finden sich in einer lesenswerten Geschichte des Magazins Parade.
May
3
Rambo in Rente
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Im Endeffekt doch gut, dass es keinen neuen Rambo-Kinofilm geben wird.
Zunächst hatte es geheißen, Rambo würde sich in das Grenzgebiet zwischen USA und Mexiko begeben, um Mädchenhändlern das Handwerk zu legen. Danach gab Stallone bekannt, er habe diese Idee verworfen, um seinen unverwüstlichen Helden gegen ein bei militärischen Genetikexperimenten entstandenes und außer Kontrolle geratenes Kampfmonstrum in den Wäldern des amerikanischen Nordwestens antreten zu lassen. Offenbar führte auch diese Idee in eine Sackgasse.
(Quelle: Blickpunkt Film)
Mar
18
Szenen einer Rezession
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Eben über den Twitter-Stream des Schauspielers Wil Wheaton reingekommen: eine beeindruckend-bedrückende Fotoserie zur aktuellen Lage der USA und der Welt, gesammelt von der Bildredaktion des Boston Globe. Eine der noch exisitierenden US-Tageszeitungen.
Ein Freund meinte heute mittag, dass rund 40 Prozent aller Hausbesitzer derzeit ihre Raten nicht mehr zahlen können und in der Gefahr leben, das Haus oder die Eigentumswohnung zurück an die Bank geben zu müssen.
Feb
4
Schall und Rauch
Filed Under Americanos | 6 Comments
Auch Kinder heißen, und zwar so: Vorhang auf für die Top Ten der beliebtesten US-amerikanischen Kindernamen, Stand 2007:
Mädchen
01. Emily (Spitzenreiter seit 1996)
02. Isabella (Vorjahr: 04)
03. Emma (02)
04. Ava (05)
05. Madison (03)
06. Sophia (09)
07. Olivia (07)
08. Abigail (06)
09. Hannah (08)
10. Elizabeth (11)
In meinem Bekanntenkreis sind die Namen Ava, Madison, Olivia und Abigail nirgendwo zu finden. Es lebe die bundesstaatliche Mittelwertbildung.
Jungen
01. Jacob (Spitzenreiter seit 1999)
02. Michael (Vorjahr: 02)
03. Ethan (04)
04. Joshua (03)
05. Daniel (06)
06. Christopher (07)
07. Anthony (09)
08. William (10)
09. Matthew (05)
10. Andrew (08)
Interessant in der männlichen Bestenliste, dass es sich allesamt um doch eher kaukasische Namen handelt. Dabei gibt es doch so viele südamerikanische und asiatische Einwanderer? Möglicherweise geben die ihren Kindern eher “sichere” Namen mit, um so inhärente Wettbewerbsnachteile zu vermeiden. Carlos, Ching, Alfonso und Jesùs, Sie wissen schon.
Nov
7
Extrablatt!
Filed Under Medienspektakel, Politik | 5 Comments
Kindle hin, Lesemuffel her, am Tag nach der Obama-Wahl – die ich mit Beruhigung und stiller Freude erleben durfte – waren ausgerechnet die guten, alten Zeitungen heiß begehrt. Und das nicht nur in San Francisco, wie meine Schwester mir mitteilte. Allerdings waren die Zeitungen im Coffeeshop ihres Vertrauens nach dem Sieg der Phillies noch schneller verschwunden.
Über den ganzen Mittwoch hinweg druckten die Verlage teilweise mehrere hunderttausend Exemplare ihrer Erzeugnisse nach, weil die Nachfrage so groß war. Der San Francisco Chronicle bot online sogar die reguläre Ausgabe nebst einer besonderen Wahlbeilage an, bis zu fünf Stück für 15 Dollar. Die gleiche Summer musste berappen, wer auch nur eine einzige New York Times im Internet bestellen wollte.
Mein Chronicle erwies sich als Comeback-Experte. Als ich das Gebäude am Nachmittag verließ, legte ich die Zeitung unter ein an mich adressiertes Päckchen. Keine drei Stunden später war das Päckchen noch da, der Chronicle jedoch verschwunden. Eine kurze Krisensitzung mit Monty und Yoko hatte ein Wiederaufleben der “Klaut keine Zeitungen!”-Zettel zur Folge. Ich war dennoch ob der Dreistigkeit verärgert, mit der der Dieb das noch nicht mal auf den ersten Blick einsehbare Druckerzeugnis entwendet hatte.
Vier Stunden später kam ich von einem Geburtstagsabendessen zurück. Siehe da: Unter dem besagten Zettel lag tatsächlich meine Zeitung, erkennbar an der handschriftlich aufgemalten Apartment-Nummer. Hurra!
Oct
29
Frauen-Nachtrag
Filed Under Americanos | 1 Comment
Mir fehlt ja seit ein paar Jahren eine Vergleichsmöglichkeit, doch mir fiel gerade bei amerikanischen Frauen auf, dass die gerne ungehemmt flirten, auch wenn sie einen Freund haben und das auch mehr oder minder offen zugeben. Eine weitere Manifestation des schon bekannten amerikanischen Festlegungsproblems?