{"id":733,"date":"2009-02-09T16:52:27","date_gmt":"2009-02-10T00:52:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.austinat.de\/blog\/?p=733"},"modified":"2009-02-10T11:06:19","modified_gmt":"2009-02-10T19:06:19","slug":"bankenkrise","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.austinat.de\/blog\/archives\/733","title":{"rendered":"Bankenkrise"},"content":{"rendered":"<p>Als Auslandskorrespondent landen meine Honorare auf einem deutschen Eurokonto, von dem ich bei einer Partnerbank hier in den USA geb\u00fchrenfrei Dollars abheben kann. Soweit, so gut. Doch was mir in den letzten beiden Monaten passiert ist, macht mich, vorsichtig ausgedr\u00fcckt, extrem w\u00fctend.<\/p>\n<p>Da zum Monatsersten der Mietscheck unter der T\u00fcr des Apartment Managers durchgeschoben werden will, hei\u00dft es: Rechtzeitig Geld holen, damit der Scheck nicht platzt. Auf den Anachronismus dieser Methode gehe ich mal besser nicht ein. Jedenfalls wirkte der Geldautomat Anfang Januar minutenlang, um mir dann mitzuteilen, dass die Transaktion nicht durchgef\u00fchrt werden k\u00f6nne. Weitere Abhebeversuche schlugen fehl, wenige Tage wurden meinem deutschen Konto 1000 Dollar belastet, die ich nie erhalten hatte. <\/p>\n<p>Nach einer kurzen Mail an meine Bank wurde das Problem aus der Welt ger\u00e4umt, mein Scheck schlug etwa eine Woche zu sp\u00e4t beim Apartment Manager auf, der mich schon telefonisch zu packen versuchte. Letzte Woche wieder ein Gang zur Bank: Erneut wirkte der Automat l\u00e4nger als gewohnt, um dann mit einem knallroten Bildschirm abzust\u00fcrzen. Der Nachbarautomat meinte nur lakonisch: &#8220;Insufficient funds&#8221;.<\/p>\n<p>Diesen Spruch lese ich bis heute. R\u00fcckfragen an meine deutsche Bank ergaben, dass erneut 1000 Dollar abgebucht worden sind &#8211; einmal mehr habe ich diese jedoch nicht erhalten. Bei einem Besuch der amerikanischen Bank meldeten mir die Angestellten, dass sie keinen Zugriff auf die Geldautomat-Logb\u00fccher h\u00e4tten und dass ich dazu doch besser meine Bank in Deutschland befragen solle. Sie k\u00f6nnen nur eigenen Kunden Geld gutschreiben.<\/p>\n<p>Da ich allerdings diesen Monat mutig war und einen ungedeckten Scheck unter der T\u00fcr des Apartment Managers durchgeschoben hatte, ist Warten eine denkbar schlechte Alternative. Umso mehr, da heute fr\u00fch ein Zahlungsbeleg unter meiner T\u00fcr durchgeschoben wurde: Heute abend schon kann die Hausverwaltungsgesellschaft die Mietschecks einl\u00f6sen. Was mache ich in meiner Not? Ich besorge mir Bargeld \u00fcber meine Kreditkarte. Klar, dass ich auf den entstehenden Geb\u00fchren und Zinsen sitzen bleibe. Klar, dass mich fehlgesteuerte Geldautomaten im 21. Jahrhundert extrem w\u00fctend machen.<\/p>\n<p>Update: Es scheint, als h\u00e4tte der US-Bankangestelle die Wahrheit gesprochen &#8211; alle drei Tage f\u00fchrt der Geldautomat eine Art Reset durch. Und merkt, was f\u00fcr einen Unsinn er verzapft hat, denn prompt erscheinen die fehlgebuchten Euro wieder als vorgemerkte Transaktion auf meinem deutschen Konto.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als Auslandskorrespondent landen meine Honorare auf einem deutschen Eurokonto, von dem ich bei einer Partnerbank hier in den USA geb\u00fchrenfrei Dollars abheben kann. Soweit, so gut. Doch was mir in den letzten beiden Monaten passiert ist, macht mich, vorsichtig ausgedr\u00fcckt, extrem w\u00fctend. 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