Auf den Tag genau vor vier Jahren habe ich das bisher letzte Lebenszeichen auf dieser Seite von mir gegeben. Da wird es höchste Zeit, ein weiteres in die Menge zu werfen. Gestern dann auch mal die Seite auf den neuesten Stand gebracht, mit SQL- und HTML-Fummeleien. Denn im Laufe der Jahrzehnte hat sich YouTube von Flash entkoppelt, gibt es manche Videos gar nicht mehr und obendrein hatten sich Umlaute und Co. in der Post-Datenbank verabschiedet. Sollte alles gefixt sein, sachdienliche Hinweise nehme ich gerne entgegen. Und natĂŒrlich die Frage: Soll ich hier wieder mehr posten? Nutzt man im Jahr 2024 noch Feed-Reader? Oder wird nur noch auf “Insta” oder TikTok gescrollt? Vielen Dank fĂŒr euer Feedback!

Go where you are celebrated, not merely tolerated.

(Paul F. Davis, Speaker)

No matter where you think you broke out or you made it, there’s always a some other rung to climb. They key to being happy is just being grateful where you are in the ladder.

(Lena Hall, Actress, Singer & Songwriter)

You know, the thing is, if you’re going to be around for 30, 40 years, you’re going to be at the mercy of a lot of things outside of your control. (…) But if there’s quality there and you don’t get desperate and you sort of plug away, things come around again. (…) You’ve got to be patient. The most important thing is you’ve got not to give up.

(Jim Kerr, Singer, Simple Minds)

Ich finde es sehr bedenklich, wenn man aus politischen GrĂŒnden Sprache manipuliert und auch Kunst dadurch verĂ€ndert. Gesellschaftlich bin ich hundertprozentig fĂŒr die Gleichstellung von Frauen. Sie sollen das Gleiche verdienen wie MĂ€nner bei einer gleichwertigen TĂ€tigkeit und Position. Aber dieses zwanghafte “Wir mĂŒssen ĂŒberall die weiblichen Formen einfĂŒhren” … Wir dĂŒrfen nicht mehr von Studenten reden, weil damit die Studentinnen angeblich unterschlagen werden. Das stimmt nicht. Das grammatische Geschlecht ist nicht gleichbedeutend mit dem natĂŒrlichen, biologischen Geschlecht. Nehmen Sie das Wort “die Person”. Das ist weiblich. Sind MĂ€nner keine Personen? Das ist vollkommener Quatsch. Da ist die Sprache zum Instrument der Politik gemacht worden. Immer, wenn das passiert, werde ich Ă€ußerst skeptisch.

(Bastian Sick, Journalist und Autor, unter anderem “Zwiebelfisch”)

In manchen US-StĂ€dten liefern Amazon & Co. die bestellten GĂŒter noch am gleichen Tag aus. Das klingt supermodern, ist es aber eigentlich gar nicht. Aus dem San Francisco Chronicle vom 14. Dezember 1917:

Virtually all of the 1100 grocers in San Francisco have agreed to make no more than one morning and one afternoon delivery after January 1, Samuel H. Westfall of the State Council of Defense announced yesterday. “Nearly all the merchants in other lines have cut down already to one a day,” Westfall said, “and it has been estimated that 750 men in San Francisco alone will be released for other work through these economies.” “Wholesalers have agreed to reduce the number of truck deliveries to retailers; forty milk distributors now cover the ground of 140 ten years ago, and San Francisco is the only city in the United States in which there are no milk deliveries at night; business of all sorts is cooperating in the effort to economize on man power.” “There is not a town in California today, except those of less than 4000 population, that has not adopted the one-delivery-a-day plan. The housewives of the State have been educated to serve the country by not demanding the delivery of little things.”

Interessant, oder? Schon vor ĂŒber 100 Jahren steuerten LebensmittelhĂ€ndler Privatwohnungen gleich zwei Mal pro Tag an. Aber damals waren sie scheinbar schlauer als heute – statt den Verkehr auf den Straßen im Namen der “convenience” zu erhöhen, reduzierten die GeschĂ€fte die Auslieferungen. Auch, wenn weniger die Umwelt als die Kostenersparnis einer der HauptgrĂŒnde gewesen sein dĂŒrfte.

Decken Amazon Prime und Co. diese Kosten langfristig ab? DarĂŒber lĂ€sst sich derzeit nur spekulieren. Doch die Kriechgeschwindigkeit auf den meisten Straßen nicht nur der Innenstadt sprechen eine klare Sprache. Und zu den Flotten von FedEx, UPS, DHL und OnTrack kommen heute noch die “Rideshare”-Firmen wie Uber und Lyft. In San Francisco machten alleine die Fahrten von rund 6.000 der etwa 40.000 registrierten Uber- und Lyft-Fahrer schon im letzten Jahr rund 20 Prozent des Straßenverkehrs aus. Zum Vergleich: Vor dem Boom dieser Anbieter gab es gerade mal rund 2.000 registrierte Taxis in der Stadt.

Gerade lese ich die Information, dass 20 Prozent aller ViertklÀssler nicht richtig lesen und schreiben können. In Deutschland. Das ist eine Menge. Aber das scheint kaum einen so richtig zu stören. Und das wird in ein paar Jahren ein echtes Problem, insbesondere, da ja einfachere Jobs mehr und mehr durch KI und Roboter wegfallen werden.

Wie aber kann man den Kids die Freude am Lesen zurĂŒckgeben? Machen die heute zu viel mit dem Smartphone? Der Konsole? Dem Computer? Hm.

Persönlicher Zusatz: Klar, ich habe als Kind auch Kassetten und sogar Schallplatten mit MÀrchen, TKKG, Drei Fragezeichen und Co. gehört, Stunden und Tage mit Atari VCS 2600 und C-64 verbracht sowie mit dem Fahrrad und Freunden die Gegend unsicher gemacht.

Aber gleichzeitig habe ich hehre BĂŒchermengen verschlungen, weil mich meine Eltern schon im Kindergartenalter mit Vorlesen angefixt haben, denen ich dafĂŒr von Herzen danken muss. Heute hapert es zeitlich ein wenig, wobei ich meinen “Ein Buch pro Monat”-Plan 2018 umsetzen werde.

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