Die Katze lebt. Doch gelingt es, ihren Appetit zu wecken?

Erst beim √Ėffnen des Raumes und Beobachtung (Messung) entscheidet sich, ob man die Katze tot oder lebendig auffindet, das hei√üt, man kann √ľber den Zustand der Katze vor der Beobachtung keine Aussage treffen.

(Zitat: Wikipedia)

Hundert Deutsche Mark.
Fand diesen und viele andere Freunde aus alten Tagen heute morgen hier, mehr zufällig. Ganz groß. Das waren noch Zeiten.

Gotham City.

Da kann sich Kollege Lenhardt noch so sehr freuen: Hier in der Stadt ist Nintendos Wii noch immer ausverkauft. Dabei w√ľrde ich doch so gerne dieses Spiel kaufen. Und auch das hier. Boris h√§tte vermutlich eher an diesen beiden Titeln seine helle Freude.

Bei der Gelegenheit: L√§uft der ziemlich coole Xbox-Nachfolger eigentlich auch auf der 360? Dann m√ľsste ich den glatt mal ersteigern.

Freitag, 22. Juni. Dritter Flug zur Ostk√ľste in diesem Monat. Umsteigen in New York, John F. Kennedy Airport. Nach Philadelphia geht es mit einer kleinen Turboprop-Maschine, die nat√ľrlich ein paar Minuten Versp√§tung hat. Statt um 16:50 soll es nun gegen 17:15 Uhr los gehen. Ich gehe kurz nach f√ľnf √ľber das Rollfeld zum Flugzeug, das zu meiner √úberraschung bis auf die Crew komplett leer ist. Ein paar Minuten sp√§ter tr√∂pfeln dann doch noch ein paar Passagiere ein. Es folgt die Sicherheitsbelehrung mit dem Satz: “Es kann sein, dass ihre Leselampe nicht funktioniert. Das tut uns leid – wir sind auch dabei, Flugzeuge wie dieses loszuwerden und gegen moderne Jets auszutauschen.” Sehr beruhigend, hoffentlich werden wenigstens noch die Motoren gewartet. Die √§ltere Dame neben mir schl√§gt in die gleiche Kerbe: “Na, einen Flug sollte diese Maschine aber noch √ľberstehen.”

Zehn Minuten sp√§ter stehen wir immer noch nicht auf der Startbahn. Der Captain meldet sich zu Wort und erkl√§rt, dass wir noch nicht starten k√∂nnen, weil der Luftraum √ľberlastet sei. Dann, dass wir nun los k√∂nnten, doch noch 15 Flugzeuge vor uns dran seien. Die Passagiere werden unruhig, die Flugbegleiterin teilt schon mal ein paar Knabbereien aus und meint, dass das noch gar nichts sei: “Gestern mussten wir auf 80 Flieger vor uns warten.” – “Sie meinen 18, eins-acht, oder?” fragt etwas ungl√§ubig ein anderer Mitreisender. “Nein”, kommt die Antwort, “80.” Wie beruhigend.

Irgendwann gegen halb sieben sind wir dann doch in der Luft. Schlimmste Turbulenzen, die mir teilweise die Zeitschrift aus den H√§nden rei√üen. Die Dame neben mir sieht das mit Skepsis: “In der Luft w√§ren wir, aber wer wei√ü, ob wir auch genauso heil wieder runterkommen.” Ich erz√§hle ihr von Luftstr√∂mungen √ľber Land und Wasser, von Druck- und Temperaturdifferenzen. Sie fragt mich, ob ich ein Pilot sei. I wo, nur jemand, der seine Diplomarbeit im Fachgebiet Str√∂mungsmechanik geschrieben hat.

Philadelphia kommt windgesch√ľttelt n√§her. Mit einigen r√ľden Man√∂vern verlieren wir an H√∂he und kreuzen wie ein Segelschiff bei starkem Gegenwind nach unten. Die Dame neben mir: “Der Pilot ist sicher ein guter Skil√§ufer.” Sehr gut. Nach der Landung habe ich es nicht so eilig, die Maschine zu verlassen. Schlie√ülich muss meine Tasche ja erst noch den Weg zur Gep√§ckausgabe finden. Ich frage die Flugbegleiterin, ob es gleich wieder zur√ľck nach New York geht, was diese mit der Frage beantwortet, ob ich aus England sei. Fast, aus Deutschland. Oh, meint sie, ich spreche auch Deutsch. Stellt sich heraus, dass sie w√§hrend des Studiums eine Weile in in mehreren deutschen Orten gelebt hat. Selbst die Stadt Essen ist ihr bekannt. Erstaunlich. Da sie jedoch die Kabine wieder auf Vordermann bringen muss, ziehe ich von dannen.

Der R√ľckflug nach San Francisco gestaltet sich weniger spektakul√§r, von wilden Versp√§tungen abgesehen. Statt um 11 Uhr 45 geht es erst um viertel vor eins nach Atlanta, wo wir von 14:15 bis etwa 14:45 Uhr √ľber dem Flughafen kreisen. Durchsage des Captains: “Sehr geehrte Passagiere, inzwischen haben vermutlich etwa die H√§lfte von ihnen ihre Anschlussfl√ľge verpasst. (…)” Gro√üartig. Da wir auch noch an einem anderen Terminal als geplant landen, mache ich mir ebenfalls leichte Sorgen um den zeitnahen Umstieg. Doch keine Sorge: Der Abflug in den Westen verschiebt sich von 15:26 auf 16:15 Uhr. Angeblich. Denn bis wir endlich abheben, vergehen nochmals eineinhalb Stunden. Diesmal liegt der gesamte Flughafen wegen schlechter Wetterverh√§ltnisse lahm. Drau√üen gibt’s sichtbar allerdings weder Regen noch Sturm – nur 45 Flugzeuge, die vor uns starten wollen. Kurz vor halb acht dann endlich in San Francisco. Flugreisen, glamour√∂s? Grober Unfug.

Ernie und Bert. Duh.