Keine Sorge, ich schreibe auch noch √ľber andere Themen, doch die neuesten Entwicklungen im Sudan sind einfach zu bizarr. Friedlicher Islam? Ja sicher.

Die Demonstranten versammelten sich heute vor dem Pr√§sidentenpalast in der Hauptstadt Khartum und riefen “Schande √ľber Gro√übritannien!”, “T√∂tet sie, t√∂tet sie!” und “Keine Toleranz: Hinrichtung!”. Ein Gericht hatte die Lehrerin gestern zu 15 Tagen Haft verurteilt, weil in ihrem Unterricht ein Teddyb√§r angeblich nach dem Propheten Mohammed benannt worden war. Danach soll sie abgeschoben werden.

Der Sudan hatte der Britin vorgeworfen, mit der Benennung des Klassenmaskottchens die Ehre des muslimischen Religionsstifters und Propheten verletzt zu haben. Nach den Gesetzen des Landes drohten der Lehrerin 40 Peitschenhiebe oder bis zu einem Jahr Gefängnis.

Sch√§tzungen von Beobachtern zufolge nahmen bis zu 10.000 Menschen an der Protestaktion nach den Freitagsgebeten teil. Einige trugen Schlagst√∂cke, Messer und √Ąxte bei sich, allerdings keine automatischen Waffen – ein Hinweis darauf, dass die Demonstration nicht von der Regierung organisiert wurde.

W√§hrend der Gebete hatte der Geistliche in der gr√∂√üten Moschee der Stadt die Lehrerin scharf verurteilt. “Diese Dame zu inhaftieren, stillt nicht den Durst der Muslime im Sudan”, erkl√§rte der bekannte Hardliner. “Aber wir begr√ľ√üen die Inhaftierung und Ausweisung.” Gibbons sei eine arrogante Frau, die Hass auf den Propheten Mohammed gelehrt habe.

(Quelle: Spiegel.de)

Die 54 Jahre alte P√§dagogin [Gillian Gibbons] wurde heute der Volksverhetzung und der √∂ffentlich gezeigten Geringsch√§tzung f√ľr religi√∂se Belange angeklagt, wie die sudanesische Nachrichtenagentur Suna meldete. Das britische Au√üenministerium reagierte umgehend. (…)

Gillian Gibbons war am Sonntag festgenommen worden, nachdem sich angeblich Eltern √ľber das Klassenmaskottchen, einen Teddyb√§ren namens Mohammed, beschwert hatten.

Die Justiz des afrikanischen Landes, in dem der Islam Staatsreligion ist, erkennt in dem Namen des Pl√ľschtieres eine Verunglimpfung des Propheten.

Zuletzt hatte noch ein siebenj√§hriger Sch√ľler namens Mohammed erkl√§rt, er habe sich gew√ľnscht, dass der Teddy seinen Namen trage. “Die Lehrerin hat mich gefragt, wie ich den Teddy nennen will”, sagte Mohammed vor Journalisten in der sudanesischen Hauptstadt Khartum. “Ich sagte Mohammed. Ich habe ihn nach mir benannt.”

Die Lehrerin habe mit ihren Sch√ľlern nie √ľber Religion gesprochen, verteidigte der Junge seine Lehrerin. Die Mehrheit der Grundsch√ľler hatte sich f√ľr das Klassenmaskottchen, einen Teddyb√§r, den Namen Mohammed gew√ľnscht, hie√ü es bisher. So inszenierte Gillian Gibbons eine kleine Zeremonie im Klassenzimmer der englischen Privatschule Unity High School im islamisch dominierten Khartum, bei der das Stofftier auf den Namen des Propheten getauft wurde.

Als die Eltern der Kinder davon erfuhren, sollen sie sich beim Bildungsministerium beschwert haben. Daraufhin wurde die Pädagogin verhaftet. Ihr drohen 40 Peitschenhiebe und eine Haftstrafe von bis zu sechs Monaten. Die Schule ist vorerst bis Ende Januar geschlossen Рaus Angst vor fanatischen Angriffen.

(Quelle: Spiegel.de)

Der nordrhein-westf√§lische Ministerpr√§sident J√ľrgen R√ľttgers (CDU) bef√ľrwortet den Bau weiterer Moscheen in Deutschland. Die muslimischen Zuwanderer m√ľssten in die deutsche Gesellschaft integriert werden, das Modell eines multikulturellen Nebeneinanders sei gescheitert, sagte R√ľttgers am Donnerstag in D√ľsseldorf. Zur Integration geh√∂re auch der Bau von Moscheen mit einer “ordentlichen Architektur”.

Der Ministerpr√§sident lobte das Vorgehen beim aktuellen Moscheebau im Duisburger Stadtteil Marxloh, in dem viele Muslime wohnen. Die gro√üe Akzeptanz der Bev√∂lkerung f√ľr das repr√§sentative islamische Gotteshaus sei auch auf einen fr√ľhzeitigen und intensiven Dialog √ľber das Vorhaben zur√ľckzuf√ľhren, sagte er vor Journalisten kirchlicher Medien. Zur geplanten Gro√ümoschee im K√∂lner Stadtteil Ehrenfeld, die heftig umstritten ist, √§u√üerte er sich nicht n√§her.

Zugleich pl√§dierte er f√ľr die Entwicklung eines “deutschen oder europ√§ischen Islams”, damit hierzulande nicht “eine √§hnliche Situation entsteht wie in den Vorst√§dten von Paris”. Dazu sei auch islamischer Religionsunterricht an den Schulen n√∂tig. R√ľttgers appellierte an die Kirche, an der Entwicklung von Modellen mitzuwirken.

(Quelle: epd)

Was ich pers√∂nlich nicht kapiere: Da das Nebeneinander gescheitert sei, m√ľsse nun integriert werden – und deshalb werden Moscheen gebaut? Ist nicht gerade das ein multikulturelles Nebeneinanderleben? Und ein “deutscher oder europ√§ischer Islam” – wovon tr√§umt Herr R√ľttgers denn nachts? Wird es obendrein nicht mal Zeit, dass die CDU sich umbenennt oder mal erkl√§rt, was das “Christlich” im Parteinamen bedeutet?

Bonus-Fragen: Was sagt der Koran zum Thema Integration? Wie frei d√ľrfen Christen im Europa-Kandidat T√ľrkei ihrem Glauben nachgehen und gar anerkannte Gottesh√§user bauen?

Besonders gut im Zweispieler-Modus.
Darauf hat die Welt gewartet.

A traveler sees what he sees, a tourist sees what he has come to see.

(Gilbert Chesterton)



Kaum zu glauben, was beim Besuch des saudi-arabischen dunklen Lords Königs bei dem Imperator der Königin von England von der Militärkapelle gespielt wurde. Frech geklaut bei Intelligent Artifice.

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