Dass bei Online-Artikeln vor allem seitens des Verlags gespart wird, fällt mir in den letzten Tagen immer öfter auf. Wo? Natürlich bei Spiegel Online. Aktuelles Beispiel:

Über John Gilmore, ein Mitglied der Bürgerrechtsgruppe [welcher?], hatten die Sicherheitsbeamten unter anderem notiert, dass er bei der Reise ein Buch über Marihuana mit dem Titel “Drugs and Your Rights” (“Drogen und deine Rechte”) bei sich hatte. Zudem war den gründlichen Beamten aufgefallen, dass kleine Blitzlichter in Gilmores Gepäck mit dem Symbol eines Marihuana-Blattes verziert waren.

Nun habe ich zufällig heute die Meldung in einer US-Zeitung gelesen. Dort war, richtig, nicht von Blitzlichern die Rede, sondern von einer einzigen Taschenlampe, im amerikanischen Englisch auch als Flashlight bekannt. Kennt jemand noch diese Vierer-Einweg-Blitzlichtwürfel, die es früher für Pocket-Kameras zu kaufen gab?

Bonus-Info, lieber namenloser Spiegel-Schreiber: Wem der Name John Gilmore so rein gar nichts sagt – eigentlich schlimm, als Online-Medium sollte man den nun wirklich kennen -, so hilft wie immer ein Blick in die Wikipedia: Meister Gilmore ist Mitgründer der Electronic Frontier Foundation.

Comments

One Response to “Online-“Journalismus””

  1. Jehuty on September 23rd, 2007 4:37

    Gutes Thema. Merke ich auch oft, dass einfach irgendwas getippt wird, ohne richtig zu recherchieren. Hauptsache der Artikel ist schnell online und mit wenig Arbeit verbunden. Geld spielt da sicherlich auch eine Rolle. Und dabei spielt es nicht mal eine Rolle, ob das nun im Spiegel oder in einem anderen Online-Magazin ist. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel, schade ist es aber trotzdem, so etwas wie vom Spiegel serviert zu bekommen.

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