Schauspieler oder Sprecher?
Schon mal von Matthew Wood gehört? Nein? Dann bin ich beruhigt. Den Burschen sahen Heiko und ich heute bei einem SF-Rundgang am Pier 39, Autogramme gebend. Angeblich “as seen in Star Wars as General Grevious”. Zwei Dinge, die mir seltsam vorkamen: Besagter General war eigentlich eine komplett computeranimierte Figur mit maximal zwei echten Augen – ob die von Wood stammten? Außerdem schreibt sich der Roboter-General “Grievious”. Von dem seltsamen “Star Wars”-Logo mal ganz zu schweigen. Der Besuch von Woods IMDB-Profil mit seitenrichtigem Portraitfoto bestĂ€tigt: Mitnichten war er in der dritten Episode zu sehen, sondern nur zu hören. Ob ich mir in drei Wochen den 62jĂ€hrigen Peter Mayhew anschauen soll, muss ich mir noch ĂŒberlegen.

Lust, ein paar Namen zu lernen? Los geht’s: Beherberge gerade Heiko, den Bruder von Sönkes Frau Kerstin, der die kommenden drei Wochen als Gastarzt an der UCSF Medical School verbringen wird. Um ihm seine erste Reise in die USA so richtig unvergesslich zu gestalten, beschlossen die Kollegen von der Lufthansa, sein GepĂ€ck nicht in seinem Flugzeug zu befördern, sondern erst etwas spĂ€ter nach San Francisco zu schicken – soviel Spannung muss sein. Da das “Schwamm drĂŒber”-PĂ€ckchen der Star Alliance gerade mal ein T-Shirt in ÜbergrĂ¶ĂŸe enthielt, wanderten wir zu H&M, um dort qualitatitv hochwertige KleidungsstĂŒcke zum guten Preis zu erwerben. Klappte alles ohne Probleme. Zur Krönung des Abends fragte mich eine deutlich kleinere, gar nicht mal schlecht aussehende MiteinkĂ€uferin erst nach meiner Körper- und dann nach meiner HosengrĂ¶ĂŸe. Es sei ja immer etwas schwieriger mit langen Leuten. Leider blieb es bei dieser einen Frage, trotz freundlichster Antwort und ein paar netten SprĂŒchen. Nett sind sie alle, um einen anderen Heiko zu zitieren.

Wahrlich, wahrlich: Solche Spiele werden heute nicht mehr produziert. Bitte insbesondere die Animationen des Herrn links im Bild beachten, etwa nach der HĂ€lfte des Videos. Und hören, wie wunderbar sich die Musik in die Reggae-Motive des Spielsoundtracks einfĂŒgen. Ist das wirklich schon 15 Jahre her?



(aus “Monkey Island 2: LeChuck’s Revenge”)

Rrrr!

Vor einem guten Monat berichtete ich von den Fortschritten in Sachen iPod-Sammelklage. Kurz darauf bekam ich einen Telefonanruf, dass die Kreditkarte, die ich zur Zahlung der Versandspesen angegeben hatte, abgelaufen sei – stimmt, die richtigen Infos ĂŒbermittelt und dann flatterte vorletzte Woche ein Karton ins Haus, vorfrankiert zur Abgabe bei DHL.
Ab dafĂŒr!
Mein guter, alter iPod der dritten Generation nahm darin bequem gepolstert Platz und ich kratzte mich am Kopf: FedEx und UPS haben hier Abgabestellen die FĂŒlle, aber DHL? Und was, wenn ich mir die Burschen nach Hause bestelle, die dann aber unser Klingelsystem nicht begreifen und quasi mit dem Eintreffen eine “Heute jedoch nicht”-Karte ausstellen? Die Lösung kam von Mick Richardson, dem besten Cafe-Manager von allen: Ich solle die Schachtel doch einfach im Axis deponieren und die Abholer dorthin beordern. Gesagt und gestern frĂŒh getan: Keine drei Stunden spĂ€ter fuhr der gelbe Lieferwagen vor. Nun harre ich der Dinge – zu schlagen ist eine binnen einer Woche abgewickelte Xbox-Reparatur. Bei der alle meine “Phantasy Star Online”-Charaktere und “Knights of the Old Republic”-SpielstĂ€nde (kurz vor Spielende) flöten gegangen sind – aber das ist eine andere Geschichte.

Was ich nicht kapieren kann: Da habe ich einen schnellen Computer, jede Menge RAM und dann zickt Apples neue iTunes-Software mit ĂŒblen Tonaussetzern rum und klingt so, als wĂŒrde der PC kurz vor dem Byte-Infarkt stehen. Dabei habe ich alle ach so dollen Cover-Anzeigefunktionen ausgeschaltet und habe lediglich den Firefox zum Verfassen dieses Eintrags geöffnet. Schlimm. Und selbst, wenn ich nur iTunes in den eineinhalb Milliarden Byte meines Rechners Platz nehmen lasse und durch meine gesammelten CDs scrolle – ohne Bilder, versteht sich -, bricht der Ton ein. Versucht Apple so, mich zu einem Mac-Kauf zu bewegen?

“Wenn du es nicht ĂŒbers Herz bringst, deinem gar nicht so heimlichen Verehrer zu sagen, dass wir zusammen sind, rufe ich ihn gerne selbst an und teile ihm das mit”, meinte er, halb im Scherz. “Bist du verrĂŒckt?” antwortete sie. Ganz und gar nicht scherzhaft gemeint.

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