Kollege Olma, Meister des kreativen Satzbaus, schickte mir den Link zu einem vierminĂŒtigen Streifzug durch das nĂ€chtliche San Francisco, produziert von Philip Bloom.

San Francisco's People
Großartige Aufnahmen, die jedoch nicht darĂŒber hinweg tĂ€uschen können, wie viele arme und wirklich kaputte Menschen hier im Schatten von BankenhochhĂ€usern, Tourismus und Internet-Erfolgsgeschichten ihr Leben fristen.

Characters in films are just as fake as characters in videogames. Neither exists. Why, despite the pivotal position emotional attachment has in game design, does film do so much better than we do? Are they better writers, or is there another challenge unique to our medium?

(Randy Smith, Spieldesigner, in EDGE 201)

Schon letzte Woche schrieb ich eine neue Kolumne fĂŒr Jörg Langers Internet-Magazin Gamers Global.

Daraus hat sich inzwischen eine erfreulich erwachsene Diskussion um das Thema entsponnen, warum ab einem gewissen Alter kaum jemand mehr Zeit mit PC- und Videospielen verbringt.

Lesen und Kommentieren ausdrĂŒcklich empfohlen.

Mal wieder ein Persönlichkeitstest. Wer mich kennt, urteile, wie sehr das alles zutrifft. Meiner Meinung nach passt da sehr vieles.

SJ – Guardian (Gold)

You are the GUARDIAN.

First, the bad news. On any given bad day you’re most likely to be perceived as a rigid, inflexible, controlling, bossy, opinionated, boring, judgmental, and predictable. You are most likely one to make lists and follow them to the letter. Some people see this as lacking in imagination, and you probably dig your heels in when it comes to change. You’ve probably been called “uptight” at least once in your life if not more, and more than likely, you’re a neat-freak.

Now that we’ve got that out of the way, on to the good news.. You are consistent and reliable. People can count on you to know the rules and follow them to the letter. You are fiercely loyal, and will defend people to the point of exhaustion. A true implementor, you’re the kind of person people go to to “get it done”. Always the pragmatist, you look at what is really possible, and establish lists and timelines to make it happen. Because you are so good at establishing routines you are an innate leader, and people do well under your guidance.

Guardian Traits:

  • Well organized and orderly
  • Consistent and Predictable
  • Able to specialize
  • Perfectionist
  • Detail oriented
  • Structured
  • Secure and Stable
  • Strong belief in rules and laws
  • Loyal
  • Organized
  • Steadfast/Stablecator
  • seeks high visibility

Take the True Colors Test – A Self Inventory

Die neuen IVW-Zahlen sind da – die Verkaufszahlen deutscher Printerzeugnisse des letzten Quartals. Wieder einmal mĂŒssen die PC- und Videospielmagazine heftig bluten. Teilweise 20 Prozent verlieren da einige Kandidaten – die magischen 100.000 verkauften Exemplare schaffen nur noch drei Hefte, zwei davon nur knapp.

Jetzt kann man sicher fragen: Woran liegt es? Am wie immer gerne als Entschuldigung und kostenlose Konkurrenz genannten Internet? Nein, nicht primĂ€r. Wohl aber daran, dass die Zeitschriften nicht oder falsch auf das Internet reagieren – statt inhaltliche Änderungen zu etablieren, die es so im Netz nicht gibt, besteht die einzige Reaktion der Verlage darin, alles so billig wie nur irgend möglich zu produzieren.

Liebe Leute, keiner will mehr Dutzende von News-Seiten, wenn es das alles schon online gibt. Niemand interessiert sich mehr fĂŒr ĂŒber 40 Spieletests – konzentriert euch lieber auf ein Dutzend echter Kracher, wenn es die ĂŒberhaupt jeden Monat gibt. Dann aber richtig, mit langem Test, großen Bildern und magazinigem Hintergrundbericht ĂŒber die Entwickler. Den Rest vom Fest kann man auch mit einem Bild, einem Satz und einer Wertungszahl auf einer Doppelseite abfeiern. Oh, und Tipps & Tricks? Gibt’s alles online, kostenlos.

Doch stattdessen wird gekĂŒrzt, werden langjĂ€hrige Mitarbeiter gegen preiswerte VolontĂ€re ausgetauscht, die teilweise noch bei Muttern wohnen. Das schlĂ€gt sich natĂŒrlich auf die inhaltliche QualitĂ€t der Hefte nieder – ein VolontĂ€r besitzt zum Beispiel keine zehn bis 15 Jahre Branchenerfahrung nebst den in dieser Zeit gewonnenen Kontakten. Also springen deshalb auch die Leser ab, die das Heft vorher noch gekauft haben.

Diese Entwicklung erfĂŒllt mich mit Trauer, denn ich bin nach wie vor ein großer Fan gut gemachter Magazine. Ein Kindle kommt mir noch nicht ins Haus.

Darf man Probleme und deren Ursachen heute noch ansprechen? Oder wird man dann sogleich als Volksverhetzer von der Staatsanwaltschaft und den Medien ins Gebet genommen?

Damit meine werten Leser in einer gerade aktuellen Diskussion mitsprechen können, empfehle ich die LektĂŒre des kompletten Artikels, den der ehemalige Berliner Senator und jetzige Bundesbankvorstand Thilo Sarrazin verfast hat.

Ziemlich gut ist in dem Zusammenhang ein Deutschlandfunk-Interview mit dem ehemaligen PrĂ€sidenten des Bundesverbands der deutschen Industrie, Hans-Olaf Henkel, der offen fragt, ob der Reporter ĂŒberhaupt den Text in seiner Komplettheit gelesen habe (siehe oben).

An meine frech geduzten Leser die Frage: Wie nehmt Ihr die Diskussion wahr? Ist etwas an der Aufregung dran, oder wird sich da nur erregt, weil sich die Deutschen ja nicht mehr erregen dĂŒrfen? Immerhin bin ich ja schon ĂŒber fĂŒnf Jahre nicht mehr im Lande.