Knallvoller Bus. Ich beschließe dennoch, nicht auf den nächsten, schon am Horizont sichtbaren zu warten, sondern zwänge mich hinein. Stehe praktisch neben der Fahrerin. In Deutschland hätte es jetzt vermutlich einen Anraunzer gegeben. Hier entspinnt sich ein Gespräch zwischen ihr und mir, das einen wilden thematischen Bogen schlägt: von dem fast vorübergegangenen Januar über früh gekaufte und zu Thanksgiving verschenkte Weihnachtsgeschenke bis hin zu schlaflosen Senioren, die sich vermutlich mit Ginseng aufputschen. Drei, vier Haltestellen später steigen zahlreiche Leute aus, die Lage entspannt sich. Ich rücke tief ins Innere des Busses vor.

Did you know [that] for the first time in modern history less than half of America’s adult population reads literature? (…) One of the most fundamental art forms is becoming neglected. What’s more, the National Education Association correlates the decline in reading to a decline in civic participation, including volunteering, political involvement, visiting museums and attending sports.

There’s more than a hint of accusation in the report directed towards TV, the internet and videogames for fostering short term attention spans and instant gratification at the expense of active mental engagement. People are increasingly falling away from books and landing in the hands of games. What type of home do we imagine we’re building for them?

(Randy Smith in EDGE 191)

Bin zurück von einer dreitägigen Pressereise nach Vancouver. Dieses Mal tummelten sich an der kanadischen Pazifikküste so viele gutaussehende Frauen, wie ich sie sonst nur in Montreal zu Gesicht bekomme. Erstaunlich! Erfreulich!

Mir fehlt ja seit ein paar Jahren eine Vergleichsmöglichkeit, doch mir fiel gerade bei amerikanischen Frauen auf, dass die gerne ungehemmt flirten, auch wenn sie einen Freund haben und das auch mehr oder minder offen zugeben. Eine weitere Manifestation des schon bekannten amerikanischen Festlegungsproblems?

Habe mir heute folgendes überlegt: Wenn mir das nächste Mal bei einer Tour mit Griffin eine fesche Kollegin sagt: “Oh, what a cute puppy!”, muss ich darauf unbedingt antworten: “Yeah, he thinks that you’re pretty cute, too.” Natürlich nur, wenn nicht gerade ihr Freund daneben steht.

Am Mittwoch zog ich mit Kollege Christian Schmidt durch die Stadt, der nach einem Event noch ein paar Stunden bis zum Rückflug nach Deutschland unverplant hatte. Natürlich kamen wir dann irgendwann auch auf das Thema Frauen zu sprechen. Übereinstimmend stellten wir fest, dass Montreal zu den Orten mit den attraktivsten Frauen des Planeten gehört.

“Ich war ja kurz davor, meine Meinung zum Thema Frauen in San Francisco zu revidieren”, meinte Christian, “als ich am Flughafen zwei große, dunkelhaarige Frauen erblickte. Doch dann fingen die an, miteinander zu reden – in Französisch.” Tja. Christian zufolge gibt es in San Francisco nicht genug gutaussehende Frauen.

Eine so große Dichte wie in Montreal oder Budapest mag es hier tatsächlich nicht geben. Doch bei einem mehrstündigen Spaziergang mit Griffin begegneten mir heute gleich zwei gutaussehende Damen, die von dem Australian-Shepard-Mix magisch angezogen wurden. Der Haken: An ihrer Seite befand sich stets der Freund.

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