War diese Woche wieder auf Pressereise, zwei Spielefirmen im Großraum Los Angeles besuchen. Wir stiegen im Renaissance Hotel Ecke Hollywood und Highland ab, gar nicht so übel, bis auf die lausige Hotelbar mit dem Charme einer Bahnhofshalle. Den Transport zwischen dem Renaissance und den Spielefirmen übernahm ein “Executive Luxury Van” von Diva Limousines, quasi ein Nobel-VW-Bus mit übersteuerter Klimaanlage.

Am ersten Tag saß ein Herr mittleren Alters am Steuer, der uns fragte, ob “Samstag Nacht” noch im deutschen Fernsehen liefe und dass der Komponist der Comedy-Serie auch seinen Action-Abenteuer-Film vertont habe. Das kam uns seltsam vor, warum arbeitet der Knabe dann noch als Chauffeur? Weitere Rückfragen vermieden wir daher.

Am zweiten Tag begrüßte uns eine Dame mit strahlendem Lächeln in der Hotellobby, höchstens 30 Jahre alt. Dunkle, schulterlange Haare, Sommersprossen – es handelte sich tatsächlich um unsere Fahrerein, deren Augen ich wenig später ausgiebig im Rückspiegel begutachten durfte. Die Worte einer guten Freundin im Ohr (“You have to make your move!”) startete ich auf der Rückfahrt eine Unterhaltung. Aber ach, der Kollege neben mir, der den ganzen Tag eher schweigsam gewesen war, ließ mir keine Ruhe und versuchte bis zum letzten Meter, mich in eine Diskussion über Gewalt, Spiele und den ganzen Rest zu verwickeln. Selbst meine deutlich kurz angebundenen Antworten dämpften seinen Enthusiasmus nicht, keine Chance. Keine Chance dann auch, mehr über die sommerbesprosste Steuerfrau zu erfahren.

Wer braucht sowas?
Willkommen zur Abteilung “Dinge, die man nicht braucht”. Heute im Angebot: der sogenannte Trey Chair, den man in der Mitte zerlegen kann und dann sowohl einen “Tisch” sowie eine Sitzgelegenheit besitzt. Na, da spielt es sich doch gleich viel besser, oder? Sehr bequem sieht das trotz eines Listenpreises von 239 Dollar plus Steuern und Versand jedenfalls nicht aus. Und ob die Gleichstellungsbeauftragten nicht mahnen, dass der dunkelhäutige Kollege tiefer als sein weißer Kumpel sitzt und nur Wasser statt Saft zu trinken bekommt?

Was nutzen einem die schönsten Fotos, wenn sie irgendwo in den Tiefen der Festplatte schlummern? Eben, gar nichts. Und weil das individuelle Hochladen mir dann doch zu mühsam ist, wird es Zeit, mein Flickr-Konto zu reaktivieren. Wohlan, als erster Test hier ein paar Eindrücke von einer Pressereise nach Seattle – fand zwar schon vor einem Jahr statt, im September 2006, aber verglichen mit anderen Touren waren die Bilder von allgemeinem Interesse und ließen sich am schnellsten bearbeiten sowie hochladen. Bei positiven Rückmeldungen gibt’s mehr davon.

Update: Die Eindrücke von der Pressereise sind futsch, der Link verweist auf ein anderes Konto, da flickrt wohl 2024 nichts mehr.

Gestern abend von einem weiteren Ostküstentrip nach San Francisco zurück gekehrt. Diesmal allerdings erkältet – Dank an Amok laufende Klimaanlagen und schwüle Hitze in Montreal.

Dass mir bei einem Interview bei einem Spieleentwickler die Tränen kamen, lag also weniger am Spiel als an der Tatsache, vor laufender Kamera und dem interessante Dinge erzählenden Entwickler ein fettes Niesen und Husten zu unterdrücken.

E3 2007

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Hier entlang, bitte.

Starte heute zu meiner elften E3 – dieses Jahr wird’s gruselig, denn statt dem LA Convention Center ist Rumrennerei zwischen mehreren Hotels in Santa Monica angesagt. Erinnert mich an die alten Tage der CES in Las Vegas, das war auch nie besonders komisch. Schon überlegt, ob ich mir ein Fahrrad leihen soll, um von A nach B zu kommen, denn Shuttleservice hin, Taxis her – das wird ein logistischer Alptraum. Werde am Wochenende berichten, wie die “Messe” denn so war. Großes erwartet niemand so richtig, renommierte Hersteller wie Ubisoft, Electronic Arts und Codemasters schicken keinen einzigen europäischen Mitarbeiter nach Kalifornien.

Endlich!

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Die kann ich nach über sieben Monaten auch daheim nachstellen – wenn ich Zeit dazu hätte. Aber mein System nimmt mir keiner mehr weg.

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